Für die Mediziner war es ein Rätsel: Nach Bypass-Operationen wegen verengter oder verschlossener Herzkranzgefäße sterben im Verhältnis mehr Frauen als Männer. Woran liegt das? Die junge Wissenschaftlerin Anne Dunkel hat sich des Problems angenommen. Für ihre Doktorarbeit an der Berliner Charité wertete sie Daten von 1 587 Patienten aus. 23,3 Prozent von ihnen waren Frauen. Sie fand heraus, dass die Ursachen nicht in der medizinischen Versorgung liegen, sondern vor allem im psychosozialen Feld. Weibliche Patienten sind zum Zeitpunkt der Operation oft älter als Männer, sie leiden häufiger unter Depressionen. Ihnen geht es insgesamt schlechter. Auch schwierige Umfelder oder fehlende Unterstützung spielen eine Rolle. Die Doktorarbeit von Anne Dunkel gibt Ärzten nun die Grundlage, solche kritischen Fälle früh zu erkennen und sorgfältiger zu begleiten.

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