Ein Mann hört über Kopfhörer und Computer Nachrichten  in Schallwellenform dargestellt (Symbolfoto)
Foto: imago images /Westend61

BerlinIn der zweiten Staffel der ebenso legendären wie rätselhaften amerikanischen Fernsehserie „Lost“ finden die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf ihrer Insel eine seltsame Luke mitten im Urwald. Die Luke führt in einen Bunker hinein, in dem eine Forschungsstation aus den 70er- und 80er-Jahren versteckt ist. Auf einem altertümlichen Computer läuft dort eine Uhr rückwärts: Alle 108 Minuten, so wird es den Gestrandeten eingeschärft,  muss in diesen Computer eine bestimmte Zahlenfolge eingegeben werden. Geschieht das nicht, geht die Welt unter.

Gibt es zu dieser fiktiven Weltrettungsmaschine möglicherweise eine real existierende Entsprechung? Einige Menschen glauben das, weshalb sie immer mal wieder auf ihrem Weltempfänger die Kurzwellenfrequenz 4625 Kilohertz einstellen. Ein Rauschen und Knistern hören sie dort, das regelmäßig von einem kurzen, etwa eine Sekunde langen, tiefen Brummton unterbrochen wird. Danach rauscht es wieder drei Sekunden, bis es erneut brummt. So geht das tagein, tagaus. 24 Stunden lang. Rauschen, brummen, rauschen, brummen … Nur ab und zu, in sehr unregelmäßigen Abständen alle paar Wochen, setzt der Brummton plötzlich aus und eine Stimme spricht russische Namen und Zahlen: „Ya UVB-76, Ya UVB-76. 180 08 BROMAL 74 27 99 14. Boris, Roman, Olga, Mikhail, Anna, Larisa. 7 4 2 7 9 9 1 4“, zum Beispiel. Danach rauscht und brummt es wieder weiter. Und solange es brummt auf dieser Welle, davon sind manche Zuhörer überzeugt, bleibt die Welt in den Fugen.

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