Youtube: Eltern aufgepasst, Gefahr für Kinder – Nutzer verstecken Pornofilme in Cartoon-Playlist

London - Nicht selten sitzen Kinder vor dem Laptop und schauen sich auf Youtube eine Zeit lang Serien an? Schlechte Idee, wie sich jetzt herausstellt. 

User fügen aus Spaß unzensierte Sexszenen in automatische Wiedergabelisten

Wie die britische „Sun“ berichtet, machen sich einige User der Online-Plattform einen Spaß daraus, unzensierte Sexszenen in automatische Wiedergabelisten zu schmuggeln.

Heißt: Ihr Kind schaut gerade einen Cartoon oder eine Bastelerklärung und im nächsten Moment flimmern ziemlich explizite Sexszenen über den Bildschirm. 

Eine Playlist etwa startet mit Videos über das Ausmalen von Bildern und endet mit einem Clip, der eine Frau beim Oralsex zeigt. Inklusive ungepixelter Geschlechtsteile, am Ende ejakuliert der Mann auf das Gesicht der Frau.

Youtube löscht nicht schnell genug

Laut Sun wurden in kürzester Zeit neun solcher manipulierter Playlisten gefunden. Zwar löscht Youtube die Videos mit sexuellen Inhalten – das aber nicht schnell genug. Und wurden sie aus der einen Playlist gelöscht, tauchen in der nächsten schon wieder neue Clips auf.

Altersbeschränkung? Nicht sicher!

Einige der Videos sind zwar nur mit vorheriger Altersbestätigung abspielbar, genauer hinterfragt wird das Alter des Nutzers aber nicht.

Und: Sind Sie bei Youtube angemeldet, wird nicht erneut nach dem Alter gefragt. Youtube steht bereits in der Kritik, da Kinder nicht ausreichend vor Werbung mit expliziten Inhalten geschützt werden.

Youtube hat klare Richtlinien

Da helfen auch die Richtlinien, die verbieten, dass Inhalte wie diese nicht hochgeladen werden dürfen, nicht. „YouTube ist nicht für Pornografie oder sexuell expliziten Inhalt gedacht", erklären die Betreiber.

Ein anonymer Leser der Sun soll den Reportern gegenüber jedoch gesagt lassen, dass vergleichbare Playlists schon seit etwa einem Jahr im Umlauf seien.

Youtube will „genauer hinschauen“

„Diese kranken Menschen verwenden Thumbnails für Videos, die darauf ausgerichtet sind, Kinder dazu zu bringen, ihre Videos anzuschauen", so der Insider. Auf Nachfrage bei Youtube bekam die britische Zeitung lediglich die Antwort, dass man „genauer nachschauen“ werde.

Übrigens: In den eingeschmuggelten Clips finden sich auch Szenen aus Horrorfilmen, die definitiv nicht geeignet für Kinder sind. (red)