Köln - Mehr als 2,3 Millionen Klicks nach nur drei Tagen: Der aktuelle Clip des Youtube-Kanals „In a Nutshell – Kurzgesagt“ könnte zum erfolgreichsten Video des Kanals werden. Innerhalb von sechs Minuten erklären die Macher die aktuelle Flüchtlingskrise – von den Anfängen im Arabischen Frühling, bis zum Foto des ertrunkenen Dreijährigen, Aylan Kurdi, das in vielen Ländern der Europäischen Union eine Solidaritätswelle auslöste.

Anhand von anschaulichen Grafiken wird erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass Europa derzeit den größten Flüchtlingszustrom seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt. Das Video beleuchtet nicht nur die Ereignisse in Syrien selbst, sondern erklärt auch, wie die Staaten der Europäischen Union es verpasst haben, sich angemessen auf die hohe Zahl an Flüchtlingen vorzubereiten.

Video entkräftet Argumente gegen Asylbewerber

Die zweite Hälfte des Videos widmet sich den Ängsten der europäischen Bevölkerung. Der Islam, hohen Geburtenraten, Kriminalität und ein Zusammenbruch des sozialen Systems sind dabei die Hauptargumente der kritischen Stimmen. Doch auch diese werden in dem Video entkräftet.

So heißt es beispielsweise in dem Clip „Selbst wenn die EU allein alle vier Millionen syrischen Flüchtlinge aufnehmen würde, und davon 100 Prozent Muslime wären, würde der Prozentsatz der Muslime in der Europäischen Union gerade einmal von 4 auf 5 Prozent stiegen.“ Hohe Geburtenraten unter Muslimen seien zwar Fakt – die Tendenz sei jedoch auch bei Muslimen sinkend. Es würde demnach nicht zu einem „Überholen“ der einheimischen Bevölkerung kommen.

In der Infobox des Videos haben die Macher die Quellen für ihre Informationen aufgelistet. Wer sich von der Argumentation des Clips also selbst überzeugen will, kann sich selbst durch die Artikel und Studien klicken. (mde)