Start-Up Gründerinnen.
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BerlinWenn es um junge digitale Themen und Start-ups geht, dann ist Berlin in den vergangenen Jahren oft ganz weit vorne gewesen. Doch in einem wichtigen gesellschaftlichen Bereich ist das nicht der Fall: Die Zahl der von Frauen gegründeten Start-ups liegt in der Hauptstadt weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. 

Gemeinsam mit Google hatte der Start-up-Bundesverband seinen jährlichen „Female Founders Monitor“ erstellt. Das Ergebnis: Die Zahl der von Frauen gegründeten Start-ups stieg bundesweit unwesentlich von 15,1 auf 15,7 Prozent, in Berlin von 7,2 auf 10,9 Prozent. Die meisten Gründungen werden weiterhin von Männern vorgenommen (69 Prozent im Bundesschnitt), gemischte Teams stehen bei 20 Prozent der jungen Unternehmen an der Spitze.   

„Im Start-up-Bereich wiederholt sich, was wir von den Führungsetagen unserer großen Konzerne kennen – Frauen sind enorm unterrepräsentiert, und trotz aller Anstrengungen ändert sich daran nicht wirklich etwas“, sagte die ehemalige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der Vorstellung der Zahlen.

Dabei gibt es bundesweit und auch in Berlin zahlreiche Erfolgsgeschichten von mutigen Gründerinnen. Erst vor ein paar Wochen ist Ina Remmers für ihre Idee der Nachbarschaftshilfe als beste Gründerin mit dem German Start-up-Award ausgezeichnet worden. Die Gründerinnen von Ooida (früher Ooshi), die Periodenunterwäsche entwickeln und vertreiben, gelten als beste Newcomer. Sie  schreiben auf ihrer Homepage, dass es möglich ist, einen anspruchsvollen Job wie ihre männlichen Freunde zu haben und die Kinder trotzdem beim Heranwachsen zu begleiten. Zypries hatte neulich in einem Podcast verraten, was besonders wichtig sei, um erfolgreich zu sein: Courage.