Berlin - Vor Russlands Nordküste schwimmt ein kleines Atomkraftwerk. China möchte noch in diesem Jahr einen kleinen Kugelhaufenreaktor in Betrieb nehmen. Und auch Argentinien baut derzeit einen Zwerg-Atommeiler. Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima setzen viele Länder nicht nur weiterhin auf große, sondern auch auf sogenannte Kleine Modulare Reaktoren (Small Modular Reactors) – kurz SMR. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien listet über 70 verschiedene SMR aus rund 20 Ländern auf, die eröffnet, im Bau, überwiegend aber in Planung sind.

Die Teile für diese kleinen Kraftwerke sollen, einmal in Fabriken gebaut, zu einem beliebigen Ort transportiert und dort zusammengesetzt werden – daher der Name modular. Ein Fernziel ist die Serienproduktion, ähnlich der von Flugzeugen. Zu den SMR zählt die IAEA solche mit einer Leistung bis zu 300 Megawatt (MW), in Ausnahmefällen auch etwas mehr. Zum Vergleich: Die sechs noch in Deutschland betriebenen Kraftwerke haben laut Umweltministerium zwischen 1300 und 1500 MW Leistung. Die letzten sollen Ende 2022 vom Netz gehen.

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