Jerusalem - Es war ein schleichendes Sterben, ein Tod auf Raten. Auf diese Weise dahin zu scheiden, nach jahrelangem Siechtum ohne Bewusstsein, ernährt über einen Schlauch und beatmet von einer Maschine, passte so überhaupt nicht zu Ariel Scharon. Zu Lebzeiten kannte man ihn als Premier, der ein Macher war und nie viele Worte verlor.

Ob einst als kühner Held im Sechs-Tage-Krieg von 1967, als rücksichtsloser General, als eigenmächtiger Verteidigungsminister im Libanon-Feldzug 1982 oder später als geläuterter Staatsmann – er war eine Art Patriarch der Nation. Am vergangenen Sonnabend ist der 85-Jährige auf der Pflegeintensivstation des Scheba Medical Center in der Nähe von Tel Aviv gestorben.

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