Ein Politiker, der Visionen habe, solle zum Augenarzt gehen, sagte Helmut Schmidt gelegentlich bissig, wenn in der öffentlichen Diskussion wieder einmal nach einer Führerfigur mit Visionen verlangt wurde. Er wusste sehr wohl, dass solche Klagen auch ihm galten, nahm sie aber nicht ernst. Er war ein Mann fürs Praktische und hielt Ausflüge ins Reich der politischen Fantasie für ebenso überflüssig wie die geistig-moralische Führung, für die er sich als Bundeskanzler nicht zuständig fühlte.

„Sinnstiftung“ war nach seiner Meinung, jedenfalls damals, Sache von Priestern, Schriftstellern und Intellektuellen. Als aktiver Politiker sah er seine Aufgabe in der Lösung von Problemen, und wie er das verstand, zeigte er als Innensenator der Hansestadt 1962 bei der Hamburger Flutkatastrophe – durch hartes, schnelles, Bedenken beiseite schiebendes Zugreifen.

Der Ruf eines Machers störte Helmut Schmidt wenig. Er wusste immer, wo es langgeht und sagte es gerne oft und deutlich auch denen, die es nach seiner Meinung nicht wussten. Er gefiel sich bis zum Schluss in der Rolle des Lehrmeisters der Nation. So ist es in den über 30 Jahren seit seinem Ausscheiden aus dem Amt auch nie still um ihn geworden. Als Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit hatte er ohnehin noch eine öffentliche Funktion.

Er schrieb Bücher, fast jedes Jahr eines, sagte seine Meinung, mischte sich ein. Er mochte den Ehrentitel Alt-Bundeskanzler nicht. Hielt sich aber im angelsächsischen Sinne für einen Elder Statesman, der Gegenwart und Vergangenheit aus großer Distanz und Erfahrung beurteilt.

Spaß an der intellektuellen Auseinandersetzung

So liebte er es, seine Positionen sehr bestimmt zu vertreten. Schon als Bundeskanzler errang er damit in der Öffentlichkeit große Autorität. Seiner etwas knarrenden Stimme waren kaum je Unsicherheit oder Zweifel anzumerken. Auch als Autor konnte er sich seine Glaubwürdigkeit erhalten. In den Wirren der Zeit, die auch seine Kanzlerschaft auf eine harte Probe stellten, vermittelte er Sicherheit und Vertrauen.

Andere zu verblüffen und zu schockieren, war aber auch ein Teil seines Spaßes an der intellektuellen Auseinandersetzung und zum Schluss wohl auch an seiner Selbstdarstellung. Selbst seine größte Schwäche, das Kettenrauchen, wurde ihm noch als Stärke angerechnet, weil er sich bedenkenlos über Konventionen hinweg setzte.

Bei einem Gespräch im amerikanischen Senat zündete er sich plötzlich eine Zigarette an. Die Runde war sprachlos, niemand wagte es, ihn auf das Rauchverbot im Capitol aufmerksam zu machen. Es gab folglich auch keine Aschenbecher. Aus der nächsten Kaffeeküche musste eine Untertasse besorgt werden. Und als er sich 2012 mit 200 Stangen Menthol-Zigaretten eindeckte, um einem Verbot dieser Glimmstängel durch die Brüsseler Kommission zuvorzukommen, wurde das als staatsmännische Kritik an der Regelungswut der Brüsseler interpretiert.

Seiner Popularität in Washington tat der Zwischenfall mit der Zigarette keinen Abbruch. Wegen seiner ungebrochenen Sympathie für die USA als Land der Freiheit, wegen seiner pragmatischen Weltsicht sowie wegen seiner guten Englischkenntnisse wurde er von den Amerikanern hoch geschätzt. Er konnte es sich erlauben, kritisch mit ihnen umzugehen, ob er nun Präsident Jimmy Carter, einen ewigen Zweifler und Zögerer, bei einem Besuch in Washington hart anfasste, worüber sich dieser später in seinen Memoiren beklagte, oder später Amerikas Eingreifen im Irak und später den „amerikanischen Raubtierkapitalismus“ tadelte.

Zu seiner Amtszeit war es vor allem Washingtons Finanzpolitik, die ihn verärgerte. Schon damals beanspruchte er die Rolle eines Weltökonoms. Auch zu seiner Zeit war der Kapitalmarkt nicht in Ordnung. Mit Entsetzen sah er, wie die Amerikaner ungeniert ihre Staatsverschuldung in die Höhe trieben und mit ihrer Dollar- und Zinspolitik große Mengen ausländisches Kapital ins Land lockten. In der Störung des internationalen Kapitalmarktes sah er eine Gefahr für die Weltwirtschaft.

Zwischenlandung zum Levitenlesen

Ein diplomatischer Leisetreter war Helmut Schmidt nie. Die europäischen Regierungschefs haben eher unliebsame Erinnerungen an den Bonner Kanzler. Vor allem die Italiener und Franzosen konnten sich anfangs nur schwer an seinen belehrenden Ton gewöhnen, mit dem er ihnen in ihre Währungs- und Wirtschaftspolitik hineinredete. „Le Feldwebel“, wie sie ihn nannten, ließ sich davon aber nicht abschrecken. Beim Rückflug von einem Besuch bei Präsident Reagan in Washington entschied er mitten über dem Atlantik, eine Zwischenlandung in Paris einzulegen, um Präsident Mitterrand zu nächtlicher Stunde die Leviten zu lesen. Mitterrands erste sozialistische Experimente hatten damals das französische Bürgertum verschreckt, das sein Kapital ins Ausland und die französische Wirtschaft damit in Schwierigkeiten brachte. Gut verstanden hatte er sich nur mit Mitterrands Vorgänger, Valéry Giscard d’Estaing, mit dem er 1979 die Einführung einer Europäischen Währungseinheit, des ECU, verabredete, eines Vorläufers des Euro.

Keine Sympathie empfand er für Margaret Thatcher. Die Zerschlagung alter Partei- und Gewerkschaftsstrukturen durch die „Eiserne Lady“ verstand er nicht. Wegen ihrer Politik gegenüber den Gewerkschaften machte er ihr bei einem Besuch in Chequers sogar einmal Vorhaltungen. Die ungeduldige Lady war not amused und pflegte in solchen Fällen ungeduldig ihre unvermeidliche Handtasche mit vernehmlichem Klicken zu öffnen und zu schließen. „Davon verstehe ich mehr, Mr. Chancellor“, sagte sie spitz. Damit war das Gespräch beendet.

Lange lief Helmut Schmidt mit dem Etikett „Macher und Technokrat“ herum. Es erklärt seine komplexe Persönlichkeit aber nur zum Teil. Vor allem war er ein Mann mit großem Mut und einem schnellen Verstand, der sich nie dem Zeitgeist beugte. Dieser war ihm ebenso ein Gräuel wie jegliche Ideologie. Er gehörte wie viele andere zur Generation der jungen Leutnante, die ernüchtert aus dem Krieg zurückkamen und eine freie Gesellschaft aufbauen wollten.

Sein geistiger Lehrmeister wurde Karl Popper, der vor den Nazis nach Großbritannien geflüchtete österreichische Philosoph des Pragmatismus. Dessen Grundsatz, sich durch Versuch und Irrtum an die Wahrheit heranzutasten, war nach dem Geschmack einer Generation, die nach dem Untergang Nazi-Deutschlands jeder Ideologie misstrauisch und ablehnend gegenüberstand. Noch als Bundeskanzler beriet Schmidt sich oft mit Popper.

Die Krise als Chance

Eher zufällig wurde Helmut Schmidt, der spartanisch erzogene Sohn eines Hamburger Studienrates, Mitglied der SPD. Schon 1953 wurde er in den Bundestag gewählt und sogleich auch in den Fraktionsvorstand. Als junger Fachmann für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik nahm er zum Befremden seiner immer noch mit der Wiederbewaffnung hadernden Partei an einer Wehrübung teil und wurde prompt, noch während der Übung, aus dem Fraktionsvorstand gefeuert. „Schmidt-Schnauze“, wie er damals schon genannt wurde, war den Genossen unheimlich.

Frustriert von Oppositions- und Parteipolitik ließ er sich 1961 zum Hamburger Innensenator ernennen. Er konnte noch nicht ahnen, dass ihm in diesem Amt eine der größten Bewährungsproben seines Politikerlebens abverlangt werden würde. Sie kam im Winter 1962 mit der Hamburger Flutkatastrophe, bei der 300 Menschen ertranken. Energisch leitete er den Katastropheneinsatz, und beherzt setzte er sich über den Grundsatz hinweg, die damals noch misstrauisch beobachtete Bundeswehr nicht im Inland einzusetzen.

Der Krisenmanager war geboren und nun auch auf der Bonner Bühne eine Figur, mit der man rechnen musste. Er kehrte in den Bundestag zurück und übernahm nach der Bildung der Großen Koalition im Herbst 1966 den Fraktionsvorsitz der SPD. In Willy Brandts sozialliberaler Koalition war er zunächst der geborene Verteidigungsminister. Wieder kam die größere Chance mit einer Krise. Nach dem Rücktritt von Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller, der 1972 im Streit um die Währungspolitik zurücktrat, wurde Helmut Schmidt Superminister. Er war nun der zweite Mann im Kabinett von Willy Brandt.

Die nächste Krise ließ nicht lange auf sich warten. Im Mai 1974 musste Willy Brandt wegen der Affäre um den DDR-Agenten Guillaume zurücktreten. Helmut Schmidt wurde zum Retter der Koalition und der Nation. Er habe das Amt des Bundeskanzlers nur ungern übernommen und fast Angst davor gehabt, bekannte er später.

Es ist später oft behauptet worden, dass Schmidt eigentlich nur ein Verwalter gewesen sei. Während Adenauer und Brandt mit der West- bzw. der Ostpolitik die großen historischen Weichen der deutschen Außenpolitik gestellt hätten, sei für Schmidt keine historische Rolle übrig geblieben. In Wahrheit hatte er nun die ihm angemessene Rolle des Krisenmanagers. Seine Kanzlerschaft war überschattet von der ersten Ölkrise und der folgenden Rezession der Weltwirtschaft.

Mit der harten Hand

Mit seiner Reformpolitik hatte Willy Brandt Hoffnungen geweckt, die der Realist und Pragmatiker Helmut Schmidt nun enttäuschen musste. Er hatte es mit einer erstarkenden Linken aus der 68er-Generation und mit den ersten Laufversuchen der Grünen zu tun. Zugleich forderte ihn der Terrorismus der Roten-Armee-Fraktion heraus. Nach anfänglichem Zögern entschloss er sich zu einer Politik der harten Hand. Als die Lufthansa-Maschine „Landshut“ von einem Palästinenserkommando mit Hilfe der RAF entführt worden war, ließ er die Maschine von einem GSG-9-Kommando auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu stürmen. Aus Rache machte die RAF ihre Drohung wahr, den als Geisel entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer zu ermorden.

In einem Ultimatum hatte die RAF als Gegenleistung für die Freilassung Schleyers die Entlassung von elf inhaftierten RAF-Mitgliedern gefordert. Gegen den Willen der Frau und des Sohnes von Schleyer blieb Schmidt hart. Sein Argument: Elf freigelassene Terroristen seien eine Gefahr für die Sicherheit in der Bundesrepublik. An seiner Härte zerbrach schließlich die RAF. Die Familie Schleyer verzieh ihm jahrzehntelang nicht.

Erst 2013, nach dem Tod der Witwe, entschloss sich Schleyers Sohn Hanns-Eberhard zu einer späten Versöhnung. Die Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung verlieh Schmidt ihren Preis „für hervorragende Verdienste um die Festigung und Förderung der Grundlagen eines freiheitlichen Gemeinwesens“. In seiner Dankesrede zeigte sich Schmidt „tief berührt“ von der Geste der Familie Schleyer und ihrem Verständnis für seinen damaligen Gewissenskonflikt.

Auf die nächste Krise war Helmut Schmidt schlecht vorbereitet. Er hatte sich bis dahin um Außen- und Wirtschaftspolitik gekümmert. Aber wenig um Innenpolitik und noch weniger um seine Partei. Nach dessen Rücktritt hatte er den Parteivorsitz dem Visionär Willy Brandt überlassen, der das Erstarken des linken Flügels nicht verhindern konnte oder wollte. Seine Rücksicht auf Brandt war ein taktischer Fehler, den er aber erst erkannte, als es zu spät war. Er hatte sich um die Parteilinke wenig gekümmert. Im Bewusstsein seiner intellektuellen Überlegenheit blaffte er seine parteiinternen Gegner einfach an. Er fühlte sich als Staats- und nicht als Parteimann.

Im Kampf mit der eigenen Partei aufgerieben

Einen ersten großen Streit mit der Linken gab es bereits um seine Entscheidung für Atomkraftwerke. Der nächste große Streit entwickelte sich durch die sogenannte Raketenkrise. Als erster erkannte Helmut Schmidt, dass die auf Europa gerichteten sowjetischen SS-20-Raketen den Kontinent von den USA isolieren und ohne Gegenrüstung erpressbar machen würden.

Er setzte den Nato-Doppelbeschluss durch, der die Stationierung von westlichen Mittelstrecken-Raketen vorsah, falls Moskau die SS-20 nicht zurückziehen würde. Diese Krise konnte er nicht mehr lösen. Die Durchsetzung des Doppelbeschlusses gegen erheblichen innenpolitischen Widerstand gelang 1983 erst Helmut Kohl. „Sein großes Verdienst“ lobte ihn Helmut Schmidt später, denn erst danach bequemten sich die Sowjets zur Abrüstung.

Helmut Schmidt zerrieb sich im Kampf mit seiner Partei, die ihn in der Sicherheits-, der Energie- und der Sozialpolitik im Stich gelassen hatte, litt körperlich. Schon 1980 musste er sich den ersten Herzschrittmacher einsetzen lassen. Seine Regierung war bereits zerbrochen, bevor die FDP die Koalition aufkündigte und Helmut Kohl im Oktober 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum zur Kanzlerschaft verhalf. So scheiterte der große Krisenmanager Helmut Schmidt schließlich an seiner letzten Krise.

Der frühe Rückzug aufs Altenteil wurde ihm von seiner treuen Frau Loki erleichtert, mit der er über 60 Jahre lang verheiratet war, und von der Hinwendung zu seinen Hobbys, dem Schreiben und der Musik. Nach dem Tod Lokis im Jahr 2010 hat er, wie er 2012 mitteilte, in einer ehemaligen Mitarbeiterin eine neue Lebensgefährtin gefunden. Stolz war er darauf, dass er trotz seines schlechten Gehörs immer noch Klavier spielte, obwohl er die Musik kaum mehr hören konnte.

Die prägende Kriegserfahrung

Einige seiner Bücher waren nun eine Auseinandersetzung mit seiner frühen Vergangenheit. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er erfahren, dass sein Großvater jüdischen Glaubens war und dass sein Vater durch einen Trick verhindern konnte, dass sein Sohn von den Nazis als „Vierteljude“ eingestuft wurde, was Schmidt auch von der Offizierslaufbahn ausgeschlossen hätte.

Von der Judenvernichtung, so sagt er, habe er erst nach dem Krieg erfahren. Auf die Frage, ob in der Wehrmacht nichts darüber zu hören gewesen sei, was im Osten passierte, antwortete er, er sei an der Front gewesen, die Verbrechen seien aber hinter der Front verübt worden. Auch von Auschwitz hat er so erst nach dem Kriege erfahren, hat aber als erster Bundeskanzler das Vernichtungslager besucht.

Auf seine Kriegserfahrungen und sein Grauen vor dem Krieg führte er es auch zurück, dass er sich bis an das Ende seines Lebens gegen militärische Interventionen in die Konflikte souveräner Staaten ausgesprochen hat. Sie seien eine Verletzung des Völkerrechts. Das galt für ihn im Irak-Krieg, aber zuletzt auch für seine Warnungen vor einem gewaltsamen Eingreifen in den syrischen Bürgerkrieg. Der Schutz der Menschenrechte war für ihn kein überzeugendes Argument, denn jede militärische Intervention hätte ebenfalls Menschenrechte verletzt.

Nicht immer aber waren auch seine Argumente überzeugend. Er bewunderte und liebte China. Noch im hohen Alter von 94 Jahren besuchte er, begleitet von einem Arzt und einer Pflegerin, das Reich der Mitte. In seinen Berichten wirkten einige seiner Urteile reichlich irritierend. So fand er ein paar entschuldigende Worte für Mao, dessen Politik des „Großen Sprungs nach vorn“ zig Millionen Menschen das Leben kostete. „Mao hat die Toten nicht gewollt.“

Staatsmann und Weltreisender

Noch milder ging er mit Deng Xiaoping um, Maos Nachfolger, der das Reich für den Kapitalismus öffnete. Er bezeichnet ihn als den „erfolgreichsten kommunistischen Führer der Weltgeschichte“, der das Land zum Guten verändert und für viele Wohlstand gebracht habe. Mit der Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Tiananmenplatz habe sich, so Schmidt, die chinesische Armee gegen Angriffe mit Steinen und Molotow-Cocktails gewehrt. Die Zahl von 2 600 Toten sei „weit übertrieben“. Dass hier persönliche Freiheitsrechte für Wohlstand geopfert worden seien, wollte er nicht gelten lassen. In der Geschichte Chinas habe es nie persönliche Freiheitsrechte gegeben.

Und doch: Zum Schluss war Helmut Schmidt wieder ganz der Staatsmann, der Entwicklungen in großem Zusammenhang und in weiten Zeiträumen sah. Im Wahlkampf 2013 begab er sich „zum letzten Mal“, wie er sagte, für die SPD ins Parteiengetümmel. Irgendwie kam er sich darin jedoch etwas deplatziert vor. „Ich werde nun 95“, sagte er, „und hätte längst meinen Schnabel halten sollen.“

Er zog sich dann immer mehr zurück. Kurz vor seinem 95. Geburtstag, im Dezember 2013, verkündete Schmidt, er wolle nicht mehr ins Ausland reisen. Eine Abschiedsreise nach Moskau hatte er gerade hinter sich gebracht. Er hat Präsident Putin getroffen und auch ein paar Freunde, Russlands Ex-Ministerpräsidenten Primakow, den ehemaligen Botschafter Falin. „Alle anderen Abschiedsreisen habe ich gemacht: Washington, New York, London, Paris, Rom, Singapur, Peking. Das war's.“

Das war’s? Seinen Schnabel hat Helmut Schmidt nicht gehalten. Gut so, die Nation lauschte ihm immer wieder aufmerksam. Schmidts letztes Buch erschien im März dieses Jahres. „Was ich noch sagen wollte“ hieß es, darin erzählt er von Menschen, die ihn prägten.

Helmut Schmidt, der so manchen prägte, starb am 10. November im Alter von 96 Jahren in Hamburg.