BERLIN, 28. Dezember. Der EHC Eisbären läuft seinem ersten internationalen Titel weiter hinterher. Die Berliner gewannen am Dienstag zwar ihr letztes Spiel beim Continental-Cup gegen AK Bars Kazan 3:2 (1:1, 2:0, 0:1), doch die Trophäe holte sich wie schon im Vorjahr der Schweizer Vertreter HC Ambri Piotta. Der eidgenössische Vizemeister ließ sich die erfolgreiche Pokalverteidigung nicht mehr nehmen. Mit 7:3 wurde der HKM Zvolen vollkommen verdient besiegt. "Ich denke, wir waren wirklich das beste Team", freute sich Ambri-Trainer Larry Huras für seine Mannschaft, die nur beim 2:2 gegen Eisbären einen Punkt abgab. "Es ist ein historischer Moment für das Schweizer Eishockey", meinte gar der kanadische Coach, der für die kommende Saison aus finanziellen Gründen keinen neuen Vertrag erhält und mit einem Engagement in der deutschen Liga liebäugelt. Angesichts des vorzeitigen Triumphes von Ambri war das abschließende Match zwischen den Eisbären und Kazan nur noch ein Duell der Enttäuschten. "Wir wollen wenigstens den zweiten Platz holen", hatte Trainer Peter John Lee seinen Mannen als Motivation mitgegeben. Gegen die technisch versierten und schnellen, aber schussschwachen Russen bot sein Team zweifellos die beste Turnierleistung, sicherte den zweiten Platz und die damit verbundene Prämie von 40 000 Schweizer Franken. Dabei überzeugten die Eisbären nicht allein durch kämpferisches Engagement, sondern boten durchaus auch gepflegtes Kombinationsspiel.Da Torhüter Udo Döhler wieder einen seiner sehr guten Tage erwischte, vermochte der russische Meisterschaftsvierte seine leichten Chancenvorteile nicht zu nutzen. Der 31-jährige Keeper kaufte mit zahlreichen gelungenen Paraden, so gleich viermal gegen allein vor ihm auftauchende Stürmer, den Gästen den Schneid ab. Zudem praktizierten die Eisbären diesmal ein fast perfektes Powerplayspiel. Die drei Treffer durch Rob Murphy (9.), Peter Hammarström (26.) und Rob Cowie (27.) fielen jeweils in numerischer Überzahl und wurden zwingend herauskombiniert. Nach dem 3:2-Anschlusstreffer durch Dmitri Bykow (42.) hatten die Eisbären allerdings noch eine kritische Schlussphase mit einem Pfostenschuss von Trofimow (58.) zu überstehen, ehe der Sieg gesichert war.