An Berlins ältester Moschee in der Brienner Straße 7-8 wurde gestern ein neues Südminarett mit Kuppel und Spitze aufgesetzt. Die 1928 erbaute Moschee der zahlenmäßig kleinen Ahmadiyya-Gemeinde, einer im heutigen Pakistan ansässigen islamischen Glaubensgemeinschaft, präsentiert sich damit erstmals seit 1945 wieder komplett. Das Gebäudeensemble, das aus einem Haupthaus mit Kuppel und zwei symmetrisch angeordneten, 30 Meter hohen Minaretten besteht, war in den letzten Kriegstagen stark beschädigt worden.Seit 1993 ist die Moschee ein offizielles Baudenkmal, und seit 1996 arbeitet das Berliner Architektenbüro von Jürgen Lampeitl an der Wiederherstellung. "Zuerst haben wir das Haupthaus restauriert, 1999 wurde das nördliche Minarett fertig", sagt Lampeitl. Das Geld, insgesamt wurden über 800 000 Mark verbaut, kam von der Gemeinde, vom Landesdenkmalamt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Und von einer Frau, die gestern extra aus Columbus (US-Bundesstaat Ohio) angereist war: Samina Sahukhan-Malik ist Repräsentantin der Gemeinde, der Großvater ihres Mannes hatte einst das Geld für den Moschee-Bau gesammelt.Doch die Sanierung ist noch lange nicht beendet. "Das Dach des Haupthauses muss ausgebessert, die Fassade saniert und das Wohnhaus des Imam gründlich in Stand gesetzt werden", sagt Architekt Lampeitl. (sk. )