Henry Maske im Kampf gegen Graciano Rocchigiani 1995 in Dortmund.
Foto: Imago Images

Berlin - Henry Maske hält den Kopf leicht in den Nacken gebeugt. Er steht da, 1,90 Meter groß, unheimlich dünn, unheimlich muskulös, trägt eine von den zerrissenen Jeans, wie man sie an Jugendlichen gern sieht, und schaut nach oben, wo Lucien auf der zwölften roten Getränkekiste gerade so die Balance hält. Kistenklettern am Beetzsee: sandiger Grasboden, in der Mitte der Kistenturm, darauf Lucien im Klettergurt zwischen zwei Eichen, über deren Äste die Seile laufen, an denen Lucien gesichert wird.

Maske besucht an diesem Sonnentag die Kinder in Mötzow, denen seine Stiftung „A place for kids“ eine Ferienwoche in Brandenburg ermöglicht hat. Lucien holt Luft, bläst sie raus, holt noch mal Luft. Wangenaufblasen kann beruhigen, wenn es höher und höher hinausgeht. Wenn die Herausforderung wächst. Wenn das, worauf man sich bislang sicher gefühlt hat, jede Sekunde einstürzen kann. „Zwölf Kisten schon, mein lieber Schwan“, ruft Maske zu Lucien hinauf.

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